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Batman: Under The Red Hood

15/10/2010

Auch wenn der neuste Film aus der Reihe  an Stand Alone Animated Movies unter dem Banner „DC Universe“ schon auf dem Markt ist, hier dennoch ein Review zum Vorgänger: Es scheint Routine eingekehrt zu sein. Wirkten anfängliche Filme wie der düstere Thriller Superman: Doomsday, der fast schon „künstlerische“ Justice League: The New Frontier und der experimentelle Anime-Tie In zu Nolan’s Batman-Realfilmen Gotham Night noch irgendwie richtig ambitioniert, lag der Schwerpunkt in letzter Zeit eher auf spektakulären (Justice League: Crisis on two Earths, Superman/Batman: Public Enemies) und soliden (Green Lantern: First Flight, Wonder Woman) Actionfilmchen mit wenig Tiefe aber großen Schlachten. „Wer will Tiefe bei Superhelden-Cartoons?“ mag da jemand fragen, aber was das angeht wurde man in der Vergangenheit aus der Kreativschmiede von Executive Producer Bruce Timm bei solchen Produkten nun mal wirklich auch schon mal verwöhnt. Nicht umsonst werde ich niemals müde zu betonen, dass der 1993 sogar in Kinos gebrachte Batman: Mask of the Phantasm „reifer“ und komplexer als so manche Realfilm-Adaption unserer geliebten Comic-Figuren und inhaltlich qualitativ auf Augenhöhe mit Batman Begins ist.
Nun hielt ich es von Anfang an für eine schlechte Idee, mit Batman: Under The Red Hood ausgerechnet die Adapation einer für mich ziemlich überflüssigen Story eines nicht gerade geschätzten Autoren (Judd Winick) serviert zu bekommen, aus der besagter auch gleich das Drehbuch zum Film gewurstet hat. Aber was soll ich sagen – so ist das mit Erwartungshaltungen: Wenn man was eher mittelmäßiges und unnötiges erwartet, kann dabei offensichtlich dennoch etwas zwar mittelmäßiges, dabei aber dennoch recht gut unterhaltendes rauskommen. Under the Red Hood funktioniert. Und das liegt etwa nicht an einer Glanzleistung des Schreibers, sondern eher weil dem geneigten Batman-Fan hier in bewegten Bildern sowas wie ein 1:1-Covermedley von bekannten Szenen geboten wird. Batmans erste Begegnung mit Robin II Jason Todd (in der Post-Crisis-Version), natürlich „A Death In The Family“ und sogar eine kurze Szene aus Alan Moore’s „The Killing Joke“ – das alles hat es in Form von Rückblenden u.ä. mit in die Filmhandlung geschafft. Bei einer solchen Ballung an „ikonischen“ Szenen geht dem Batman-Fan natürlich das Herz auf. In der eigentlich dünnen Actionstory mit Tempo passiert dann doch so viel, dass der Film für einen gemütlichen Nerdheimkino-Abend immer noch taugt.
So richtig gut geht zwar wirklich anders, total schlecht dann allerdings auch. Manch anderer Film dieser Reihe war halt dann doch um Klassen besser und irgendwie auch noch etwas „qualitativ hochwertiger“.
Das eigentliche Highlight der DoDVD-Edition ist im Übrigen der zusätzliche Jonah Hex-Kurzfilm, der wie schon der The Spectre-Kurzfilm bei „Green Lantern: First Flight“ eigentlich einen ganzen Ticken geiler als der Hauptfilm gemacht ist. Super, wirklich!
Randnotiz: Unter den Synchronstimmen finden sich u.a. „Howlin‘ Mad Murdock“ Dwight Schultz, Neil Patrick Harris (u.a. „Doogie Howser“ und Barney in „How I Met Your Mother“) und Bruce Timm himself ein.

Regie: Brandon Vietti | 75 Minuten | Trailer

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