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Kürzlich gelesen …DC Comics presents: Jack Cross, Justice League: Generation Lost #11, Orc Stain #5

15/10/2010

DC Comics presents: Jack Cross – Man hat es nicht immer leicht als Fan von Warren Ellis, und Warren Ellis selbst hat es auch nicht immer leicht. Das lasse ich jetzt einfach mal ohne weitere Ausführungen so stehen.
Jack Cross sollte 2005 bei DC ursprünglich eine Ongoing Series werden, wurde aber nach schon einer Story Arc von vier Heften aus nebulösen Gründen wieder eingestellt. Fünf Jahre später wurden diese nun aber noch mal immerhin in einem „100 Page Giant“ gesammelt wiederveröffentlicht.
Inhaltlich geht es beim Titelhelden um eine 1-Mann Anti-Terror-Einheit mit harten Methoden und inneren Konflikten, der als Notlösungs-Freelancer von außen in ein Netz aus Geheimdienstverstrickungen und Vertuschungsaktionen des Terrorismus-phobischen Post-9/11-Amerikas gerät.
Jack Cross ist dabei ein typischer Ellis. Der Faible des Autoren für Technik findet sich am Rande in kleinen Fachsimpeleien über moderne Waffen-/Bombentechnologien wieder, die ganze 9/11-Thematik um Regierungsverschwörungen und Geheimdienste versprüht an allen Ecken und Kanten eine etwas zynische, dabei aber sehr „wache“ Weltanschauung, und die Titelfigur ist ein ziemlicher Antiheld, allerdings ein doppelbödig pointierter.
Man kann mutmaßen, ob die Serie deswegen vorzeitig eingestellt wurde, weil der mitschwingende Kommentar über US-Politik und Teilaspekte wie Guantánamo Bay den Verantwortlichen bei DC möglicherweise einen Ticken zu scharf wurde. Mich würde das jedenfalls nicht wundern. Allein das macht aus Jack Cross allerdings auch einen lesenswerten Comic. Die sehr gewalttätige Agentenstory an sich ist abgesehen davon nicht sooo erwähnenswert, aber immerhin dennoch kurzweilig. Gut

Justice League: Generation Lost #11 – Als vor einigen Ausgaben der Name Keith Giffen auf einmal nicht mehr mit auf dem Cover stand, musste ich ja erst mal schlucken, zumal good ol‘ „One Punch“-Giffen ein erklärter Liebling, Judd Winick allerdings ein ziemlicher Hass-Autor von mir ist. Bis zur #10 ging das Ganze trotz Tie Ins zum „Brightest Day“ – und ich habe echt keinen blassen Schimmer, worum genau es da eigentlich geht – dennoch ganz gut. Mit der #11 kam nun eine inhaltlich und erzählerisch recht wirre Ausgabe der zweiwöchig erscheinenden Event-Serie, in der sich nicht wirklich viel bewegt. Hoffentlich ist das nur ein Aussetzer und nicht symptomatisch für die weitere Marschrichtung, denn anfangs hat dieser Titel sehr viel Spaß gemacht. Es wäre wirklich schade, wenn Winick mir das jetzt mal wieder versaut und ich mich dadurch zu einem vorzeitigen Canceln der Story durchringe. Naja

Orc Stain #5 – Es sieht einfach so phantastisch aus, und spielt in einer so „far out“ phantastisierten Welt, dass alle optischen Merkmale der ungewöhnlichen Fantasy-Serie nach wie vor darüber hinwegtäuschen können, wie gradlinig und konventionell der Plot – bei dem erst mal nur der Weg das Ziel zu sein scheint – bisher eigentlich so erzählt wurde. Orc Stain ist einfach eine Spur anders als andere Comics, die man so ließt, und das ist gut so. Sehr gut

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