Skip to content

Kürzlich gelesen…Vertigo Resurrected #1, Booster Gold #36 + #37, Batman Beyond #5, Batman & Robin #15

23/10/2010

Vertigo Resurrected #1 – Über diese 100 Seiten starke Veröffentlichung mit verschiedenen Stories, die erst jetzt verspätetet an die Öffentlichkeit gelangten, wurde hier bereits etwas gesagt. Hauptaufhänger ist eine uralte Hellblazer-Story von Warren Ellis, zu der er in seinem Blog bereits darauf bestand, dass diese nur Horrorstory und kein soziopolitischer Kommentar ist. Ich kann mir nicht helfen, aber den Gesellschaftspiegel konnte er sich wohl trotzdem nicht so richtig verkneifen (und genau deswegen schätze ich ihn ja auch). Ferner ist das abrupte Ende etwas seltsam, oder ich suche beim finalen Twist vielleicht auch nur nach etwas, das sowieso nicht da ist. Keine Ahnung, aber die Pointe ist schon etwas … offen. Was die restlichen Kurzgeschichten betrifft, so bekommt man hier ein skurriles, in der Breite an Genre und optischem Stil sehr buntes Skurrilitäten-Sammelsurium von u.a. auch weiteren wohlklingenden Autorennamen wie Ennis, Azzarello und Morrison, mit Zeichnern wie Quitely und Jim Lee serviert, das einem vor allem vor Augen führt, was man mit dem Medium Comic abseits der gewohnten Pfade noch so anstellen kann. Auf alles einzugehen würde hier jetzt allerdings den Rahmen sprengen. Interessantes Heft. Nicht unbedingt ein Knaller, auf den ich gewartet hätte, aber interessant.

Booster Gold #36 + #37 – Giffen und DeMatteis muss man lieben. Es geht nicht anders. Unter diesem Autorengespann ist Booster Gold zu einer perfekten SciFi-Comedy geworden, dessen Handlungsstränge gerade ins epische gestrickt werden und dessen Gags immer sitzen. Z.B. der – typisch Giffen – Fourth Wall-brechende Kastenkommentar zum Quasi-Crossover mit Justice League: Generation Lost, der wohl dem allgemeinen Continuity-Wahn Rechnung tragen soll, auf den der gute Keith ja eh gerne mal einen großen Haufen setzt. Ferner nutzt er hier den, über die mitgebrachte Zeitreise-Thematik der Titelfigur gegebenen Umstand, Sachen machen zu können, die in der fiktiven Gegenwart des DC Universums nicht möglich wären (Stichwort: Ted Kord) schon ganz gut aus, seinen eigenen Stiefel durchzuziehen. Auch dafür muss man ihn lieben. Anfangs war ich irgendwie leicht skeptisch, ob ich wirklich einen Booster Gold-Run mitnehmen muss, aber bis jetzt hat mich aus dem Hause DC in letzter Zeit wohl nichts besser unterhalten. Sehr gut
(Ich möchte an dieser Stelle übrigens jedem, der was mit der Giffen/DeMatteis- „Bwuahaha-League“ amfangen kann nahelegen, mal „Hero Squared“ eine Chance zu geben. Dazu aber vielleicht später mal ein bisschen mehr ausführlich …)

Batman Beyond #5 – Die Trickserie Batman Beyond passierte einst als Tugend aus der Not. Als man Sender-seitig von den Machern preisgekrönter und gerade auch bei älteren Semetsern beliebten Batman– und Superman-Cartoons mit cineastischen Qualitäten eine Serie haben wollte, die konzenptionell auf ein etwas jüngeres Publikum zugeschnitten sein sollte, entstand dabei vor allem ironischerweise eine, die mit ihrem dystopischen Setting noch mal einen ganzen Ticken düsterer war. Seit einiger Zeit finden sich Elemente aus BB immer mehr im gedruckten DC-Kanon ein und so wurde es wohl mal Zeit für eine Miniserie. Machte diese anfangs Spaß, ist mit der #5 auf ein mal nicht nur die Zeichenqualität etwas gesunken, sondern die Story mit der Auflösung vor dem Finale ein bisschen in die Einfallslosigkeit abgerutscht. Spoiler: Der neue Hush ist eine von Cadmus geklonte Version von Dick Grayson? Ich bitte Euch. Und der selbsteinsichtige Monolog vom greisen Bruce Wayne gegen Ende ist ferner ein bisschen zu out of character. Aber mit der nächsten Ausgabe hat der Spuk ja dann ein Ende. Nicht so gut.

Batman & Robin #15 – Es soll ja Leute geben, die diese Serie großartig finden. Aber ich sage es mal ganz ehrlich: Auf das, sowohl Autor Grant Morrison als auch Zeichner Frazer Irving geschuldete, höchst (!) surreale Feeling komme ich im Batman-Zusammenhang irgendwie nicht ganz klar, es ging mir über die letzten Ausgaben wirklich immer mehr auf den Zeiger. Ferner auch die Figur des Damian Wayne. Ob es primär an mir selbst liegt oder daran, dass Morrison vielleicht einfach nicht der am besten passende Schreiber für diese Materie/ Figur ist? Man weiß es nicht. Ich empfinde sein Batman & Robin jedenfalls mal wieder als höchst durchwachsene Angelegenheit und springe wohl bald endlich ab. Eines muss man den beiden jedoch lassen: Bei der Portraitierung des Jokers gelingt ihnen wirklich der schier furchteinflößende Wahnsinn. Werturteil ansonsten: Ne, irgendwie nicht so wirklich.

No comments yet

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: