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Deadpool MAX #1

17/12/2010

Ja. Ich bin etwas spät dran. Nicht nur ist schon die #2 raus, auch gibt es schon einige Reviews (z.B. hier und da). Aber ich hab mir vorgenommen zumindest die gelesenen #1 zu besprechen, dann mach ich das jetzt auch.

Officer Bob ist ein Handler. Eine Art Schnittstelle zwischen Agent und Auftraggeber. Sein Problem: Er ist Deadpools Handler. Und Deadpool ist im MAX Universum nicht nur ein bisschen durch, sondern hat so richtig einen an der Waffel und glaubt sich im Krieg gegen Erzfeind Hydra. Da sein erster Auftrag aber gegen den gut verschanzten Mafiaboss Hammerhead geht, der mit Hydra so gar nichts zu tun hat, muss Bob die Wahrheit ein wenig verbiegen um ihn zur Mitarbeit zu bewegen. Und das ist erst der Anfang der Probleme, denn Deadpool ist zudem noch unzuverlässig und leicht abzulenken. Der Aufwand den Bob betreiben muss um Deadpool in die Nähe seines Auftragsziels zu bringen ist derart gewaltig und entbehrungsreich, dass Bob den Job wohl besser selbst hätte erledigen können.

Deadpool liebt oder hasst man, viel mehr gibt es da nicht. So heißt es zumindest meist. Mir ist er eigentlich relativ egal. Ich bin weder ausgesprochener Fan, noch kann ich die Animosität die der Figur häufig entgegenschlägt so recht verstehen. Wegen mir kann er 25 eigene Serien haben, ich muss sie ja nicht lesen. Aufmerksam auf Deadpool MAX wurde ich eher wegen Ausnahmezeichner Kyle Baker. Und gleich vorweg: Gut ist das Artwork selbstverständlich, aber Baker scheint mir für den Titel etwas deplatziert. Sorgte sein cartooniger Stil in seiner eigenen Serie Special Forces im Kontrast zum Irakkrieg-Setting noch für eine interessante Spannung, nimmt er hier etwas den Wumms aus den eh schon überzogenen Gewaltszenen. Obwohl Gliedmaßen zerhackt werden und Eingeweide herumfliegen, die Darstellung wirkt eher wie ein Roadrunner-Cartoon. Für einen MAX Titel wäre hier etwas mehr gegangen.
Auch die Story macht eher vordergründig Gebrauch vom Explicit Content Label. Deadpool darf zwar Boobies sagen und auch sehen, wir müssen und aber mit der Rückansicht begnügen. Auch das Implizieren von Sado-Maso-Sex kann ich mir zur Not im Kern-Marvel-Universum vorstellen. Wirklich erwachsene oder härtere Themen, wie in Ennis Punisher, werden hier nicht an angerissen. Für einen Deadpool-Titel vielleicht auch gar nicht angebracht. Davon ab gibt es aber eine überraschend clever aufgezogene Story, in der Autor Lapham sogar das Künststück fertig bringt, das Grundsetting für die Serie einzuführen, und trotzdem eine abgeschlossene Geschichte zu erzählen. Der Twist zum Schluss ist vielleicht etwas vorhersehbar, wird aber durch die nicht-lineare Erzählstruktur (Bob berichtet Rückblickend von Deadpools Auftrag) gut vorbereitet.

Ein Kritikpunkt für Deadpool-Fans dürfte sein, dass der Titelheld hier schon fast zur Nebenfigur verkommt. Bis auf ein paar Metzelszenen muss er weitestgehend Officer Bob und Hammerhead das Feld überlassen. Mich hat es nicht gestört. Gut

Autor – David Lapham
Artist – Kyle Baker
Letterer – VC’s Clayton Cowles

Marvel Comics | Dezember 2010 | $3.99

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