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Batman: The Dark Knight #1

20/01/2011

Dawn Golden, Bruce Waynes Freundin aus Kinder- und Jugendtagen, ist verschwunden. Also stürzt sich der Dark Knight in Gothams dunkelste Gassen um dem von der Droge Venom ababhängigen Killer Croc ein paar Fragen zu stellen. Nach einem obligatorischen Zeitkampf spuckt dieser den Namen eines Nachtclubbesitzers aus. Batman muss allerdings von Commissioner Gorden erfahren das der Verdächtige bereits das Zeitlich gesegnet hat, und so beschließt er sich erst einmal in dessen Nachclub umzusehen. Während dessen mischt eine mysteriöse Gestalt Gothams Obdachlose auf.

Ich bin kein großer Fan von David Finch, aber er ist zugegebenermaßen einer der wenigen großen Superstar-Zeichner dieser Zeit. Zumindest was den amerikanischen Comicmarkt betrifft. Und so darf er seine ersten nennenswerten Gehversuche als Autor direkt mit einem von DC Vorzeigehelden machen. Mit einer eigenen Serie und einer neuen #1. Erinnerungen an die 90er, McFarlane und Spider-Man werden wach. Nicht nur die Konstellation, auch die Umsetzung erinnert an McFarlane und Spidey. Leider. Die Story hat alle typischen Batman-Zutaten. Klassische Schurken. Innere Monologe des Helden während er auf Häuserdächern Stellung bezieht. Im Regen, versteht sich. Alfred. Gordon. Batcave und -mobil. Die volle Fanbedienung. Von Fan, für Fans, sozusagen. Und genau hier liegt das Problem. Es bleibt wenig mehr als eine hölzerne Aneinanderreihung von Klischees die ein echtes Grundkonstrukt vermissen lassen. Warum startet Batman seine Investigation bei Killer Croc? Ich bin ja kein Batman-Experte, aber ist er der go-to guy für verschwundene Mädchen? Und natürlich findet sich im Nachtclub Dawns Halskette, die sie bereits gut sichtbar als Kind in einer Rückblende trug. Dort versucht Finch etwas emotionalen Tiefgang einzubringen in dem er die langjährige Verbundenheit zwischen Dawn und dem jungen Bruce zeigt. Leider funktioniert das nur mäßig, da die von ihm gezeichneten Kinder die Ausstrahlung von Schaufensterpuppen haben.

Davon ab gibt es am Artwork wenig zu meckern. Die Zusammenarbeit mit Jim Lees langjährigem Inker Scott Williams lässt Finch zwar mehr denn je nach Lee aussehen, das ist aber  grundsätzlich erst mal nichts schlechtes. Die Kampfszene mit Killer Croc ist hervorragend inszeniert und vor allem nachvollziehbar. Das gelingt noch lange nicht jedem. Und Batman im Regen auf dem Häuserdach hockend mag ausgelutscht sein, aber wenn es so gut aussieht kann man das mal machen. Ein erfahrener Co-Autor, der Finchs Ideen in eine solide Form gießt, hätte dem Heft gut getan. So rettet alleine Finchs gekonnter Umgang mit dem Bleistift The Dark Knight davor unter den totalen Fehlkäufen verbucht zu werden. Ob ich allerdings die nächste Ausgabe brauche ist mehr als unwahrscheinlich. Schwach.


Written & Pencilled – David Finch
Inked – Scott Williams
Colored – Alex Sinclair
Lettered – Dave Sharpe

DC Comics | Januar 2011 | $ 3.99

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