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[UPDATE] Eric Powell vs. Superheroes

29/01/2011

Nach dem Eric Powell, Erfinder, Autor und Zeichner der fantastischen Comicserie The Goon,die letzten Tage schon via Twitter gegen die Superhelden-Monokultur im US Comicmarkt geschossen hat (und zwar scharf), veröffentlicht er nun ein kleines Video auf Youtube, welches hoffentlich die eine oder andere Diskussion anstößt. Der typische Powell-Humor dürfte jedenfalls für Kontroverse sorgen.
Nicht falsch verstehen, Powell geht es nicht primär darum Superhelden als Müll darzustellen. Er sieht jedoch nicht ein das ein einziges Genre ein ganzes Medium, und vor allem auch dessen Außenwirkung, dominiert. Am besten macht man sich einfach selbst ein Bild.


UPDATE: Powell hat das Video mit folgender Begründung gelöscht:

The video I released last week in an attempt to draw attention to the lopsided tendencies of our industry has clearly become a divisive force instead of the unifying positive one I intended it to be. For that reason I’ve taken it down.

I work in satire and humor. Apparently those aspects of the video were lost on some people. If anyone misconstrued the meaning, my exact quote at the end of the video was, „We have to make original creator owned content just as vital to sustaining this industry as the Marvel and DC super hero books.“ And that’s exactly what I meant and feel. At no point did I say or even allude that no one should buy Super Hero comics. I believe diversification is the only way to keep this industry vital and strong. Our country just went through a major „TOO BIG TO FAIL“ scenario. Marvel and DC control 70% of the market and there are plenty of reasons that the corporations that own them could find to stop producing comics and use those super hero properties in more profitable ventures. I still believe that to be a legitimate fear. I need no more confirmation of my beliefs than that Shelton Drum, one of the best retailers in the business and the person who runs Heroes Con, agrees with me that we need diversification.

The video came from noble aspirations and the most genuine part of my heart. I love the art form of comics. And my wishes were only to make this industry stronger and create a better atmosphere for it’s creators. For that I have no apologies.

„Be the Change you want to see in the world.“ -Gandhi

„But I tried, didn’t I? Goddamnit, at least I did that.“ -R.P. McMurphy

Thanks,

Eric Powell


Es ist traurig zu sehen wie engstirnig ein Großteil der Comicgemeinde doch ist und etwas im Kern Gutes und Wichtiges auf biegen und brechen derart missverstehen will. Ironisch auch wie die Reaktionen vieler das satirische Bild, das Powell von den Superheldenlesern zeichnet, bestätigt.

4 Kommentare leave one →
  1. 29/01/2011 16:57

    Seiner Kritik an der Tatsache, dass Marvel und DC einfach zu sehr den US-Comicmarkt dominieren, kann ich mich nur anschliessen.
    Man siehts ja an den allmonatlichen Verkaufszahlen. Sämtliche Top-25 Titel sind entweder aus dem Verlag DC oder Marvel. Irgendwo zwischen 30 und 40 taucht dann ab und zu mal ein Dark Horse- Comic (Buffy) auf und danach gibts wieder endlos viel Marvel/DC-Zeugs.

    Ich denke nicht, dass sich etwas an der Monopolstellung der beiden Verlage in absehbarer Zeit verändern wird. Gegen (ur-)alteingesessene Superhelden aus „grauer Vorzeit“ (Golden/Silver Age) wie z.B. Superman, Batman oder Spider-Man wird sich so schnell kein neuer Superheld bzw., was unabhängige Comicautoren eher anstreben, generell keine neue Comicstory etablieren können. Dazu sind Marvel und DC mit Disney bzw. Warner Bros. im Rücken einfach zu mächtig.

    Nochwas zum Video: hab mich gewundert, dass Powell Image Comics nicht erwähnt hat. Das wär doch, neben Dark Horse, ein weiteres sehr gutes Bsp. für einen Verlag, der „creator-owned“ Comics veröffentlicht.

  2. 29/01/2011 17:09

    Vielleicht ist er ja sauer das Image The Goon damals abgelehnt haben😀
    Aber ernsthaft: Er erwähnt auch IDW und Dynamite und Boom nicht. Ich denke das hat nichts zu bedeuten. Dark Horse ist halt sein Hausverlag, klar das er ihn als Beispiel nennt.

  3. 05/02/2011 19:39

    Fehlinterpretation der Leser/Zuschauer als Grund für das Löschen des Videos vorzuschieben ist m.M.n. ein schwaches Argument: wie viele Videos, Lieder, Bücher usw. hätten demnach wieder gelöscht, zurückgezogen etc. werden müssen?
    Da hat wohl jemand kalte Füße bekommen. Vllt. haben ja einige Leute von bestimmten Verlagen Druck auf Powell ausgeübt. Warum sollte er sonst das Video wieder offline nehmen? Doch wohl nicht ernsthaft, weil es von einigen Leuten fehlinterpretiert wurde.

  4. 06/02/2011 00:29

    Kalte Füße kann schon sein. Immerhin ging die Fehlinterpretation ja dahingehen, dass Powell mit der ganzen Sache nicht so gut aussah. Im wurde ja z.B. Überheblichkeit vorgeworfen.
    Das Druck ausgeübt wurde kann ich mir nicht vorstellen. In welcher Hinsicht? Und mit welchem Druckmittel? Powell gehört sicher zu den Künstlern die sich den Verlag aussuchen können.

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