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HYPE!: „Mudman“ von Paul Grist

14/08/2011

Paul Grist befindet sich auf meiner Liste der Comickünstler, deren Output gekauft wird, egal was es ist. In den Ruin stürzt man sich damit, vorsichtig ausgedrückt, nicht gerade. Hatte es seine letzte Serie, die unter dem Titel The Weird World of Jack Staff mit einer neuen #1 wiederbelebte Jack Staff-Reihe, es in 14 Monaten auf gerade mal 6 Ausgaben gebracht. Grist ist ein Ausnahmekünstler, als Autor/Zeichner in Personalunion ist der Brite eher ein klassischer Cartoonist als ein typischer Superheldenzeichner, auch wenn man Jack Staff ganz klar diesem Genre zuordnet. Was Grist weiterhin besonders macht ist sein Verständnis für das Medium Comic, wie man es leider nicht mehr oft findet. Seine Comics sind keine verkappten Filme mit kleinem Budget und auch keine bebilderten Bücher, sie sind ein Paradebeispiel dafür was das Medium leisten kann, wenn denn nur richtig umgesetzt. Wer immer mal wissen wollte was dieses Storytelling sein soll, von dem im Zusammenhang mit Comics immer wieder die Rede ist, nehme sich ein Paul Grist Comic zur Hand. Seiten- und Panelaufteilung, Storystruktur, Bildauswahl. Man merkt einem Grist-Comic immer an wie viel Gedanken sich hier gemacht wurde, neue und vor allem spannende Ansätze zu finden die Geschichte zu erzählen (=Storytelling, get it?). Und zwar auf eine Art und Weise wie es nur in Comics geht. Am besten steigt man hier mit Jack Staff TPB Vol.1 – Everthing Used to be Black and White, denn da gibt es gleich noch eine Bonuslektion obendrauf, warum eine Umsetzung in schwarz/weiß kein Nachteil sein muss.

Aber wie so oft zahlen sich Innovation und Qualität nicht zwingen in Verkaufszahlen aus, und so krebste auch der neu gestartete Jack Staff Titel zunächst am untere Rande der Verkaufschart herum. Der unregelmäßige Veröffentlichungsrhythmus dürfte da sicher auch seinen Teil zu beigetragen haben. Also legt Grist den Titel nach der ersten Storyline kurzerhand auf Eis, allerdings nicht ohne neues Eisen im Feuer.


Mudman heißt sein neustes Kind, und nach Crime Noir (Kane) und einer Verbeugung gegenüber britischen Superhelden (Jack Staff) nun also das etwas modernere, und somit hoffentlich etwas populärere, Genre des heranwachsenden Superhelden, bekannt aus Invincible, Firebreather, neuerdings Savage Dragon und natürlich (Ultimate) Spider-Man. Oder, wie der Erschaffer selbst es nennt:

This is my ‚Back to Basics‘ superhero comic. It’s not about alien menaces or cosmic powers (though they may pop up once in a while); it’s all about growing up and finding your way in the world, and how the decisions that you make can affect others. In a way, it’s probably the most autobiographical comic I’ve ever done. But with added mud.

Ich habe keine Zweifel, dass Grist auch diesem typischen Superhelden-Element noch etwas Neues und Interessantes abgewinnen kann. Dafür wird sein einzigartiger Stil schon sorgen. Zwar wird Jack Staff mir fehlen, aber eine Rückkehr zu dieser Figur, in Form einer Reihe von Miniserien, wurde nicht ausgeschlossen.

Mudman erscheint, wie auch bereits die Neuauflage der Kane-Paperbacks und die späteren Jack Staff Ausgaben, bei Image. Die passende Heimat, wie ich finde. Weiter Infos gibt es direkt bei Imagecomics.com und CBR.com.

3 Kommentare leave one →
  1. 15/08/2011 21:07

    Das sieht sehr gut aus und klingt auch noch ganz nett. Mudman, willkommen auf meiner Pull-List!

  2. 16/08/2011 10:05

    Mit Grist macht man eigentlich nie was falsch.

Trackbacks

  1. Image Comics im November 2011 « Über Comics

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