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Zuletzt gelesen: DC Comics presents Batman

25/10/2011

Parallel zum Relaunch scheint DC momentan unter dem Banner der 100-Page Spectaculars und ähnlichem so einiges an übriggebliebenen Altlasten zu recyclen, denen eine Trade-Veröffentlichung vergönnt bleibt.
Gerade bei Batman nehme ich sowas ja gerne mal mit. Anfang des Monats erschien The Demon Laughs. Die Woche danach Blink

DC Comics presents „Batman: The Demon Laughs“ 100-Page Spectacular
Wenn als Autorenname Chuck Dixon irgendwo draufsteht, bekommt man meist zumindest solide Kost. Keine überragende oder überraschende, aber eben doch ganz okaye Unterhaltung. Was im Falle einer Batman-Story für zwischendurch wohl auch das ist, wo man nicht unbedingt nach noch mehr fragt. Im vorliegenden Fall vielleicht aber fast schon etwas einfallslos: Ra’s Al Ghul schmiedet mal wieder einen Plan, den Großteil der Erdbevölkerung zu dezimieren, und holt sich den Joker mit ins Bot, damit dieser „den Detektiv“ beschäftigt hält; natürlich unterschätzend, dass der Joker eine unberechenbare Variable mit eigener Agenda ist. Um auf sowas zu kommen, muss man wirklich kein großes Talent sein. Und späestens wenn SPOLER – Batman den von Ra’s Leuten angeschossenen Joker per Lazarus-Grotte reanimieren muss – /SPOILER verdreht man über die Vorhersehbarkeit dieser Wendung ein bisschen die Augen, auch wenn SPOILER – die Idee, dass der Joker davon kurzzeitig geistig gesund wird, anstatt wie normale Menschen direkt nach dem Bad erst mal dem Wahnsinn zu verfallen – /SPOILER ja wiederum eigentlich ganz witzig ist, und vielleicht auch einfach mal ausgesprochen werden musste.
Ferner musste ich darüber schmunzeln, dass Dixon wiederholt nur so nebenbei Henri Ducard aus der Mottenkiste holt, während ich nicht zu viel drüber nachdenken möchte, ob es vielleicht eher unlogisch ist, wie direkt Batman Alfred als offensichtlichen „Mitarbeiter“ mit dem Joker in Berührung kommen lässt. Außerdem hat Dixon wenig bis gar nichts aus Talia al Ghul rausgeholt, die fast zur Statistin verkommt.
Kann man lesen, in der Tendenz aber eher verzichtbar.

DC Comics presents „Batman: Blink“ 100-Page Spectacular
Autor der Story: Der dieses Jahr verstorbene Dwayne McDuffie, Zeichner: Val Semeiks. Hier stimmt alles. Nicht nur ist die Story optisch ganz nett, sondern sie ist auch eine der wirklich mal ungewöhnlicheren Batman-Stories, in der ein blinder Dieb mit besonderen Fähigkeiten als eine der Hauptfiguren zur Aufklärung einer Mordserie beiträgt. Das Ganze ist handwerklich-erzählerisch wirklich superbst. Was hatten wir doch an McDuffie.
Zusätzlich zur Batman-Story gibt es als Bonus noch eine Action Comics-Ausgabe von McDuffie und Renato Guedes dazu, das sich hauptsächlich um Superman’s irdische Adoptiveletern dreht. Auch wenn ich nicht weiß, in welchem Event-Kontext diese Figuren-Momentaufnahme zu sehen ist (’07? Was war da? ), ist auch diese ziemlich gelungen und der melancholische Unterton macht das Ganze in Bezug auf McDuffies Ableben auch noch mal auf einer Meta-Ebene ambivalent bis traurig.
Super. Danke für die Veröffentlichung dieser Perle, die sonst vielleicht untergegangen wäre, DC!

Diese Woche erscheint in der Reihe dieser Veröffentlichungen im Übrigen außerdem ein Jack Kirby Sampler und eine von Jim Balent gezeichnete, uralte Catwoman Elseworld-Zweiteilerminiserie, die meines Wissens nach auch schon mal im Prestige-Format auf die Welt losgelassen wurde. Ersteres klingt ja in der Tendenz nach einer ganz coolen Oldie-Essenzialität, zweiteres wiederum ist garantiert immerhin was für Busen- und Lack-/Leder-/Peitschen-Fetischisten.

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