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The Activity #1

05/02/2012

Was wäre die amerikanische Unterhaltungsindustrie ohne ihre Geheimdienste. Ob real oder ausgedacht, kaum ein Thriller oder Actionfilm kommt ohne aus. Auch die Comicwelt bekommt nun, neben dem Strategic Hazard Intervention Espionage Logistics Directorate (oder kurz, S.H.I.E.L.D.) einen neuen Vertreter. The Activity schafft die Probleme aus der Welt die andere Geheimdienste übrig lassen und räumt, wie in dieser Ausgabe, beispielsweise Spuren beiseite die der CIA zurücklässt. Das alles mit Hilfe der allerneusten Technologie die vielleicht nicht in jedem Haushaltswarenladen zu bekommen ist, aber dennoch realistisch anmutet.Übertrieben Bond-Technologie wird es laut Autor Edmondson nicht geben, wie überhaupt alles für Comicverhältnisse sehr realistisch angelegt ist. Die Geschehnisse in The Activity sind nicht außerhalb des Vorstellbaren.

Man sollte nicht den Fehler machen Nathan Edmondson auf Grund seiner Arbeit für DC zu beurteilen. Ich weiß nicht was falsch lief bei der wirklich nicht besonders guten Serie Grifter (editoriale Interferenzen sind ja keine Ausnahme), aber der Autor ist mit Who is Jake Ellis? auch für die beste Miniserie 2011 verantwortlich. The Activity liegt irgendwo dazwischen. Diese erste Ausgabe leidet ein wenig unter dem Erste-Ausgabe-Syndrom und ist nur Setup und quasi keine Story, ohne nennenswerte Charakterentwicklung. Eher steht die Organisation als ganzes im Vordergrund. Und das funktioniert. Man bekommt einen guten Eindruck davon was, und vor allem wie, The Activity agiert. Da auch das Konzept recht konventionell gehalten ist, die Agenten sind weder Zombies noch Superhelden, sie lösen keine Fälle in Paralleluniversen oder auf anderen Planeten, fällt es recht schwer den Knackpunkt der Serie auszumachen. Aber vielleicht ist genau der Umstand das Alleinstellungsmerkmal. Denn gerade in Comics wimmelt es von teilweise haarsträubenden High Concepts. Dass dem mal nicht so ist ist auch ganz schön.

Das ganze wird entsprechend präsentiert. Mitch Gerads Zeichenstil ist realistisch genug um dem Ton der Serie gerecht zu werden. Und trotzdem lassen sich seine  Figuren klar voneinander unterscheiden. Ein nicht ganz unwichtiger Aspekt in einem Comic in dem nicht jeder in einem bunten Kostüm rumläuft. Apropos Bunt. Die Farbpalette der Koloration könnte für meinen Geschmack etwas dezenter sein. Stellenweise sieht es etwas arg knallig aus. Dafür stimmen die Hintergründe der weltweiten Schauplätze und auch die zahlreichen Transportmittel wie Jets und Hellicopter sehen hervorragend aus. Beides orientiert sich stark an den benutzten Photoreferenzen, was aber so gut ins restliche Artwork integriert ist, so dass dies beim normalen Lesen nicht negativ auffällt. 

Wer nach einem Titel sucht der einen in der ersten Ausgabe umhaut, bei dem wird es The Activity schwer haben. Es passiert einfach zu wenig eigenständiges um hier auf seine Kosten zu kommen. Aber das Potential ist da, und das Genre High Tech Thriller findet man im Medium Comic nicht an jeder Ecke. Von daher gebe ich der Serie zumindest die erste Storyline um etwas zu entwickeln und mich damit zu überzeugen.
Okay

Story – Nathan Edmondson
Art/Letters – Mitch Gerads
Color Assistant  – Kyle Latino
Image Comics | December 2011 | $3.50

2 Kommentare leave one →
  1. 07/02/2012 21:18

    Hab das Heft auch gelesen und kann mich dir nur anschliessen. Es haut einen weder vom Hocker, noch geht es in den Tiefen der Belanglosigkeit unter. Luft nach oben ist reichlich vorhanden und sollte im Laufe der Geschichte auch genutzt werden.

    Die klasse Mini „Who is Jake Ellis?“ hast du ja schon erwähnt. Falls du ein Fan von Agenten-/Krimi-Comics bist (wirst), kann ich dir noch folgende Titel empfehlen:
    – „The Losers“ (Vertigo)
    – „Pigs“ (Image)
    – „Codebreakers (Boom)
    – „The Foundation“ (Boom)
    – „Der Killer“ (Ehapa)

  2. 07/02/2012 21:28

    Muss sagen das mich die #2 auch noch nicht völlig überzeugt hat.

    Bin ja eher Fan vom Gesamtpaket als von einem Genre. Von Losers fand ich den Film ganz gut, mochte aber das wasi ch sonst von Diggle gelesen habe eher nicht so. Pigs liegt hier noch ungelesen rum. Den Rest seh ich mir bei Gelegenheit mal an. Danke.

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