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Batman #11

19/07/2012

Da geht er zu Ende. Der erste Arc des schwer applaudierten Teams Capullo/Snyder. Nach der ungewöhnlich krummen Anzahl von 11 Ausgaben. Danach darf Capullo, wohlverdient, eine Ausgabe lang durchatmen, bevor sich die Beiden des Jokers annehmen.

Aber zuvor „The Epic Final of The Court of Owls„. Den Twist, den Hammer, die Auflösung. Das gab es schon in der letzten Ausgabe. Und so teilt sich diese in den Showdown und eine Art Epilog. In der ersten Hälfte wird ordentlich geklotzt. Der Zweikampf der beiden gar nicht so ungleichen Kontrahenden wird unter anderem an der Turbine eines sich in der Luft befindlichen Passagierflugzeugs ausgetragen und zu den Opfern gehört ein ganzes Hochhaus, welches sehenswert dem Erdboden gleich gemacht wird. Wem das zu Michael Bay vorkommt, der sei daran erinnert, dass Batman bereits in Ausgabe #2 mit seinem Motorrad von dem Dach eines fahrenden Zuges aus in einen Helikopter gesprungen ist. Autor Scott Snyder hat also schon früh klar gemacht: Batman ist eine Actionserie. Daher geht das schon in Ordnung, zumal es von Capullo so fantastisch umgesetzt wird. 

Die zweite Hälfte, quasi der Epilog, zeigt Batmans Genesung. Nicht nur körperlich, sondern vor allem auch geistig. Hat ihn der Court of Owls doch übel mitgespielt und im zwischenzeitlich das Gefühl gegeben Gotham würde ihm entgleiten. Und auch das braucht der Storyarc, den Bruce Waynes Beziehung zu Gotham war ein zentrales Thema, welches einen Abschluss benötigt. Und auch das hat Capullo drauf. Er schafft die passende Stimmung und findet immer wieder Ansätze, um eine mehrer Seiten umfassenden Dialogszene auch visuell nicht langweilig werden zu lassen.

Naturgemäß fällt so ein Abschlussheft, für sich genommen, etwas ab. Die Highlights des Arcs waren andere Hefte. Batman im Labyrinth des Courts. Der Kampf gegen die Talons. Die Enthüllung im vorherigen Heft. Aber betrachtet man das Gesamtwerk, funktioniert die Ausgabe durchaus und bietet den passenden Abschluss. Einzig die Backup-Story hätte es wegen mir nicht mehr gebraucht. Sie ist bei weitem nicht schlecht, aber man fühlt sich, als lehnt man sich nach einem 11-Gänge-Menü zufrieden zurück, und der Ober kommt noch mit einem Pfefferminzplätzchen. Oder der gefühlten 19ten Hochzeit am Ende vom Herrn der Ringe. Muss man nicht mehr haben.   Nicht ganz Sehr gut aber besser als nur Gut.


Writer – Scott Snyder
Penciller – Greg Capullo
Inker – Jonathan Glapion
Lettering – Richard Starking and Jimmy Betancourt
Colorist – FCO Plascencia

DC Comics | September 2012 | $3.99

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