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Zuletzt gelesen: Ten Grand #3, The Bounce #3, Invincible Universe #4

10/08/2013

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Ich hab es jetzt erst mal aufgegeben, hier wirklich alles zu besprechen, was ich lese, sonst wird der Lesestapel noch größer. Man sehe es mir nach.

Ten Grand  #3 (Image)
Nach jahrelangem…Hass wäre zu viel gesagt, aber nach jahrelanger Abneigung gegen den Autor JMS hat sich der Mann in nur 3 Ausgaben bei mir rehabilitiert. Ten Grand fing gut an, und wird eigentlich nur noch besser. Hier gibt es einen minimalen, JMS-typischen Pathos-Ausrutscher, der aber als Einzelfall nicht der Rede wert ist. Und ohne Sensibilisierung gegenüber der Ticks des Autors wäre es vermutlich nicht mal aufgefallen. Ten Grand ist weiterhin unglaublich effizient strukturiert. Es gibt eine erklärende Rückblende, die weder aufgesetzt wirkt, noch die Story ausbremst. Die mystischen Ideen gehen auch nicht aus, und es gibt ein echtes Gefühl der Bedrohung, das den Leser mitfiebern lässt. Etwas, was vielen Serien fehlt. Zeichner Ben Templesmith scheint sich auch endlich eingefunden zu haben. Wirkt er in der #1 noch etwas unsicher, kniet er sich nun voll rein. Vor allem bei der Hauptfigur Joe, die zunächst noch etwas generisch aussah, hat er nun den Bogen raus.
Ausgezeichnet

The Bounce #3 (Image)
Ganz anders sieht es hier aus. The Bounce hat nicht nur wesentlich schlechter begonnen, es tut sich auch nicht wirklich was. Konnte man die langatmige Orientierungslosigkeit der Story zunächst noch auf das typische Problem einer Erstausgabe schieben, müsste langsam schon mal etwas mehr Zug in die ganze Sache kommen. Tut es aber nicht. Casey ergießt sich in halbgaren Anspielungen zum Thema Superhelden, die aber darüber hinaus keine Funktion zu haben scheinen. Auch in The Bounce #3 gibt es eine Rückblende, die aber im Gegensatz zu der in Ten Grand wie eine bloße Pflichterfüllung wirkt und der Story nichts hinzufügt. Welche Story überhaupt? Es gibt eine Zahl von Schauplätzen und Charakteren, deren Motivation völlig unklar ist, die kaum handeln und die mir als Leser einfach nur egal sind. So eine Undurchschaubarkeit kann ja auch ganz spannend sein. Wenn aber fast gar nichts passiert ist das einfach nur – und das ist die Unterhaltungs-Totsünde – langweilig. Das Artwork ist solide, aber ebenfalls enorm unspannend. Nicht ein Panel lässt aufhorchen. Das Storytelling ist dröge und die Kamera auch einfach immer viel zu nah dran an den Gesichtern. Wenn der einzige Grund dranzubleiben der ist, rauszufinden was zur Hölle Casey sich bei The Bounce gedacht hat, ist das einfach zu wenig. Und wo ist eigentlich das Muttermal von Jaspers Bruder hin?
Langweilig

Invincible Universe #4 (Image)
Invincible Universe ist im Prinzip einfach ein umbenanntes Guarding The Globe (was ja ein umbenanntes Guardians of the Globe war), und das merkt man. Denn wie bereits in #3 widmet sich Phil Hester ausführlich einem Mitglied der Superheldengruppe Guardians of the Globe, den JLA/Avengers des Invincible Universums. Diesmal geht es um den allerallercoolsten der Guardians: Best Tiger. Den lässt Hester in einer Art What If-Story, die Dank erzählerischem Kniff dann doch in Continuity ist, gegen seine Teamkollegen antreten. Und das unterhält von Anfang bis zur finalen Punchline. Solide, einfach, lockere Superheldenunterhaltung ohne Schnörkel, allerdings auch ohne bleibenden Eindruck. Aber das muss ja auch nicht immer sein. Im Gegenteil. Diese ständige Status Quo verändernde, die Figur neu definierende, alles umwerfende Erzählweise hat die Superheldencomics ja in die erzählerische Ecke gedrängt, in der sie stehen. Aber ich schweife ab. Invincible Universe #4 ist, wie die vorangegangenen Hefte auch, eine kreatives und unterhaltsames, aber absolut typisches Superheldenheft. Wem die Hauptserie Invincible nicht ausreicht, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Bloß nicht durch die unterirdische erste, noch von Kirkman geschriebene, Miniserie Guarding the Globe abschrecken lassen. Todd Naucks Artwork ist sympatisch, recht cartoonig und passt gut zum Titel. Ein zweiter Bick offenbart aber, dass Nauck auch nach Jahrem im Geschäft, mit der menschlichen Anatomie auf Kriegsfuß steht. Das trübt den sonst wirklich guten Eindruck ein wenig.
Gut

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