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Drumhellar #1

13/12/2013

drumhellar-12Tja, was fängt man nur an mit Drumhellar – ehemals Strangeways .Und vor allem, wie bespricht man es. Denn die neue Serie des Kanadiers Riley Rossmo, mit etwas Scripting-Hilfe von Alex Link, ist schwer einzuordnen. Ganz grob geht es um den titelgeben Detektiv (zumindest nehme ich an es ist einer) Drum Hellar, der psychoaktive Drogen einschmeißt (oder sich in Ermangelung ebensolcher auch mal gerne vom Blitz treffen lässt) um sich von den daraus resultierenden Visionen auf die Spur von…neuen Fällen begibt? Vielleicht? So ähnlich? Erwähnte ich, dass Drum in seinem Rucksack einen imaginären Freund mit sich trägt, der doch nicht ganz so imaginär zu sein scheint. Und seine Ex-Freundin ein bi-sexueller Werwolf ist? Und die größte Gefahr in Form einer Moorleiche daher kommt? Ja, das alles ist so schräg, total willkürlich und ungewöhnlich, wie es sich anhört.

Ich könnte es mir leicht machen, und sagen „Ich habe keinen Schimmer, was in Drumhellar #1 abgeht“. Das wäre nur so nicht richtig. Die Erzählweise ist enorm fordernd, und oft werden Zusammenhänge nur in einem Nebensatz im Dialog erklärt. Aber wer aufpasst, und vielleicht auch ein zweites, oder drittes, mal liest, der kann den Ereignissen in Drummhellar – so abseitig sie auch sein mögen – durchaus folgen. Ich kann allerdings jeden verstehen, der darauf keine Lust hat. Oder dem die Handlung, auch wenn er die Details aufgeschlüsselt hat, einfach zu abstrakt ist. Wir persönlich gefällt es aber sehr gut, hier nicht alles direkt vor den Latz geknallt zu bekommen, sondern etwas auf die Suche gehen zu müssen. Muss ich nicht bei jedem Titel haben, aber im Fall von Drumhellar ist das mal erfrischend. 

Erfrischend ist auch Rossmos Artwork (5€ ins Überleitungs-Schwein), das mal so richtig schön un-düster ist, ohne direkt übermäßig cartoony zu werden. Rossmo experimentiert wie immer viel mit einem groben Zip-A-Tone-Effekt, der für einen hohen Wiedererkennungswert und einen ganz eigenen Look sorgt. Ebenso wie die recht pastellige Farbgebung – ebenfalls von Rossmo. Richtig glänzen kann der Zeichner in der Darstellung von Drums Drogenflashs, die abgefahren und kreativ sind, und ohne typische Drogensequenz-Klischees auskommen. Ebenfalls eine nette Idee: die randlosen Panels. Sie unterstützen die Leichtigkeit, die sich durch den gesamten Titel zieht.

Klingt alles total super? Ist es auch, wäre da nicht die schwer greifbare Handlung, deren Alleinstellungsmerkmal eigentlich nur die extreme Unkonventionalität ist. Wem das reicht, der wird so wie ich sicher seinen Spaß an Drumhellar haben. Wer damit nichts anfangen kann, für den dürfte das Heft eine Katastrophe sein. Weshalb ich mich mit einer richtigen Empfehlung auch zurückhalte. Obwohl mir Drumhellar #1 richtig gut gefallen hat. Rossmo und Link haben mich einfach auf dem richtigen Fuß erwischt.

Hm…tja…also…äh

Story, Art,Colors – Riley Rossmo
Script – Alex Link

Image Comics | November 2013 | $3.50

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